Google Affiliate Network goes Google AdSense oder CPO meets CPC

geschrieben von heiko am 19. September 2009

Es liegt bereits eine Weile zurück als die Meldung herein kam, dass nun auch innerhalb des Google Adsense Accounts die Option besteht andere Werbenetze zu deaktivieren. Praktischerweise hat Google hier einen anderen Weg gewählt und geht per se davon aus, dass alle AdSense Publisher es gestatten Drittanbietern ebenfalls Werbeplätze ein zu räumen. Möchte man dieses nicht, so kann der Webmaster zumindest explizit einige Netzwerke aussperren.Soweit ich mich entsinne sind aus dem Kauf von DoubleClick viele technische Herzstücke in Google Affiliate Network, AdSense & AdWords eingeflossen.

Nun einige Details und auch gefundene Bugs in der Technik.

Einmal im Google AdSense Account eingeloggt wechselt Ihr in den Kartenreiter “AdSense-Setup” und dort auf den Unterpunkt  “Überprüfungszentrum für Anzeigen”. Hier stehen nicht nur die Inserenten Kampagnenvorschläge, auch die “Google-zertifizierte Werbenetzwerke zulassen und blockieren” befinden sich hier.

Google-zertifizierte Werbenetzwerke zulassen und blockieren

Google-zertifizierte Werbenetzwerke zulassen und blockieren

An dieser Stelle ist die Verbindung also geschaffen zwischen Cost per Order ( CpO) und Cost per Click (CpC).

Buchungsvorschlag im klassischen Layout mit der Möglichkeit zur Überprüfung. Anzeigentext, grafisches Werbemittel nebst klickbarem Landingpagelink sind vorhanden

Buchungsvorschlag im klassischen Layout mit der Möglichkeit zur Überprüfung. Anzeigentext, grafisches Werbemittel nebst klickbarem Landingpagelink sind vorhanden

Der normale Weg einer Inserentenbuchung und der Darstellung im AdSense Account läuft so ab. Der Werbekunde oder dessen Agentur erstellt Werbemittel und Landingpages. Diese werden in Google AdWords eingespeist und für das Produkt werden passende Websites aus dem Contentnetzwerk ausgewählt. Hier wird seitens des Inserenten also gebucht. An der Stelle bekommt man in seinem AdSense Account die Meldung, dass eine Buchung zur Überprüfung bereit gehalten wird.

Hier kann nun die Kampagne des Inserenten geprüft, abgelehnt oder angenommen werden. Der Text, ein klickbarer Link zur Landingpage und auch eventuelle grafische Werbemittel lassen sich einsehen.

Diese so dargestellte Methode empfinde ich als sehr angenehm und transparent.

Hier nun ein Gegenbeispiel einer Agentur Anfrage über die Netzwerke

Hier nun ein Beispiel einer Agenturanfrage über dieses Netzwerk. Etwas, was in an dieser Stelle extrem ungeschickt finde ist diese Darstellung. Im Gegensatz zu den klassischen Inserentenanfragen sehe ich hier nicht um welche Kampagne dieser Agentur mit welcher Landingpage es sich handelt.

In diesem Fall betrachte ich diese Art der Informationsdarstellung als echtes “Black Hole”.  Anscheinend muss ich hier wohl Google vertrauen oder wissen, dass ich es mit ehemalig 3gnet – heute icrossing zu tun habe. Schade, ich persönlich wünsche mir hier mehr Informationen bevor ich einer Agentur so mir nichts, dir nichts eine Generalvollmacht für alles frei gebe.

Google Account Agentur Anfrage

Google Account Agentur Anfrage

Kann ich Anzeigen von Drittanbietern im Überprüfungszentrum für Anzeigen verwalten?

Ja. Im Überprüfungszentrum für Anzeigen werden Anzeigen von Drittanbietern angezeigt, die placementbezogen auf Ihre Website ausgerichtet sind. Diese Anzeigen sind als “Anzeigen von Drittanbietern” gekennzeichnet und als Rich Media-Anzeigen eingeordnet.

Sie können im Überprüfungszentrum für Anzeigen die placementbezogen auf Ihre Website ausgerichteten Anzeigen von Drittanbietern überprüfen und dann entscheiden, welche Anzeigen zugelassen oder blockiert werden sollen.

Das wird auf dieser Agenturanfrage aus verlinkt in die Google FAQ und hilft nicht wirklich weiter da ich wie zu sehen gar keine Kampagne sehe sondern nur die Agenturanfrage selbst.

Eine Sache, welche in meinen Augen noch verbesserungswürdig ist, geht in die Überprüfungen bereits bestehender Kampagnenbeziehungen. Hier wird zwar der Tag und der Monat beachtet, jedoch das Jahr unberücksichtigt. Das hat in meinem Account zu einigen kuriosen Einstellungen geführt.  Ich vermute an dieser Stelle, dass es sich so konstelliert:

Bei klassischen TKP Buchungen sind die Buchungszeiträume allermeistens nur wenige Wochen lang. 1-3 Wochen Zeiträume der Kampagnen decken wohl 85% der allermeisten Buchungsdauern ab. Sprich hier hat anscheinend Niemand darüber nachgedacht, dass es im Zuge von SEM und AdSense auch Laufzeiten gibt, die mehrere Jahre umfassen können.

Beispiel:
Kaspersky Internet Security steht nun seit wenigen Wochen in der Version 2010 in den Regalen des Fachhandels und im Internet als Downloadversion.  In meinem AdSense Account gibt es hierzu auch eine entsprechende Buchung.

ABER:
Vom selben Inserenten stehen auch noch die Vorjahreskampagnen im Account ( Internet Security 7 / IS 8  etc.) Mir als Publisher ist es nicht möglich diese Kampagne als “veraltet” zu melden oder gar zu deaktivieren, weil das Google System an dieser Stelle gleich ALLE Kampagnen dieses Herstellers stoppt.

Alte und inaktive Kampagne im AdSense Account

Alte und inaktive Kampagne im AdSense Account

So steht in meinem Account beispielsweise eine Kampagne auch heute noch auf “aktiv”, die es eigentlich gar nicht mehr gibt. Selbst, wenn der Link zur ehemaligen Landingpage heute auf einen 404 Fehler führt scheint das bei Google AdSense Niemanden zu stören.
Beispiellink einer Landingpage, die es nicht mehr gibt:

http://pcpitstop.com/free-scan

Mein Zwischenfazit:
Ich freue mich jeden Tag, wenn ich meine Lieblingsspielzeuge Analytics, AdWords und AdSense näher aneinander kuscheln kann. Dabei bin ich mir dessen bewusst, dass es auch Fehler gibt und das wiederum macht mir fast noch mehr Spass Fehler in Systemen zu finden, irgendwie ist das eine Neverending Story.

Grüssle Euer Heiko

Quellen:
Doubleclick
Google Affiliate Network
Google FAQ


Nachtrag:
Eben passend hierzu reingekommen von Google Inside AdWords

Dieses Beispiel der Agenturanfrage aus meinem Screenshot von Icrossing ist wohl über DoubleClick Ad Exchange gekommen.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit


Kommentare sind deaktiviert.